Remscheider Unternehmen hat technischen Wandel im Griff

Januar 3, 2007 9:00 am Veröffentlicht von

(schatt). Aus einer Schlosserei entsteht ein Laserdienstleister: Mit Ende des jetzt abgelaufenen Jahres 2006 kann die Firma Wiegand, Metalltechnik & Lasercut-Service, auf ein 120-jähriges Bestehen zurückblicken.

Schweissen Schneiden Kanten Formen….   CNC- Laserschneiden und mehr!

Remscheider General Anzeiger vom 03.01.2007

(schatt). Aus einer Schlosserei entsteht ein Laserdienstleister: Mit Ende des jetzt abgelaufenen Jahres 2006 kann die Firma Wiegand, Metalltechnik & Lasercut-Service, auf ein 120-jähriges Bestehen zurückblicken.

Der Familienbetrieb geht auf eine Schlosserei zurück, die 1886 von Paul Krinke in Remscheid gegründet wurde. Die Entwicklung zeigt, wie ein bergisches Traditionsunternehmen aus dem Metallbereich im industriellen Wandel mit dem Einsatz neuer Technologien erfolgreich sein kann.

Seit 1946 befasste sich die Firma mit der Herstellung von Stahl- und Blechkonstruktionen, wie sie von der heimischen Maschinenbau- und Werkzeugindustrie benötigt werden. Seit 1989 ist die Firma an der Remscheider Industriestraße Dienstleister der Laserschneidtechnik.

Als klassischer Lohnfertiger werden alle Formen vom Einzelstück bis zur Serie nach Kundenwünschen gefertigt. „Unsere Flexibilität trägt entscheidend zum Erfolg bei“, heißt es im Unternehmen.

Inzwischen wird mit zehn Mitarbeitern im Zwei-Schicht- Betrieb gearbeitet. Durch ständige Maschinenerneuerungen sieht man sich im Hause Wiegand „auf dem modernsten Stand der Technik“. Zuletzt sei durch Investition in eine Messmaschine wieder ein entscheidender Vorsprung erreicht worden, betont das Familienunternehmen.

„Es wird bereits in der Programmierphase ein Prüfprotokoll erstellt, so dass jedes Teil mit Prüfbericht geliefert werden kann. Eine Grundvoraussetzung für die Umsetzung des zertifizierten Qualitätsmanagements nach DIN ISO 9001, das bereits vor vier Jahren eingeführt wurde“, erklärt Geschäftsführer Jochen Wiegand dazu.

Manfred Wiegand (70), Werkzeugmacher und Schlossermeister, stand dem Unternehmen bis 1993 als Gesellschafter vor, bis er die Geschäftsführung an seine Söhne, Schlossermeister Jochen Wiegand (46) und Uwe Wiegand (39) übergab. Noch heute sei Manfred Wiegand der Denker und Lenker des Unternehmens, wobei das Tagesgeschäft in den Händen der Söhne liegt.

„Unser Vater feierte mit dem Tage des Firmenjubiläums sein 45. Jahr im Unternehmen. Er hat es zu dem gemacht, was es ist.“, sagt Uwe Wiegand, der 1993 den Platz als Gesellschafter und Geschäftsführer vom Vater übernahm.

Sylvia Wiegand (36), die als ehemalige Hotel-Direktorin neue Ideen einbringt, sorgt für frischen Wind und ist zuständig für Marketing und Vertrieb. Von einer großen Feier, wie es sie zum 100 jährigen Jubiläum gab, wurde bewusst Abstand genommen. „Unsere Kunden wollen beliefert werden, da blieb keine Zeit zum feiern“, hieß es aus der Industriestraße.

Die Firma blickt bereits nach vorne. Gerade wurde eine interne Umstrukturierung beendet. Drei zusätzliche Arbeitsplätze schaffen neue Kapazitäten in allen Fertigungsbereichen.

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Dieser Artikel wurde verfasst von Wiegand